Theaterpädagogik
-
unsere Angebote
Warming Up:
Unter dem Punkt „Materialmappen/ Download“ erhalten Sie Materialsammlungen, die einen ersten Zugriff auf ausgewählte Produktionen ermöglichen.
Zuspiel:
Offene Workshops
Theater kann ein Erkenntnismedium sein. Ob betrachtend oder selbst gestaltend genutzt, durch Nachahmung menschlicher Lebenspraxis, durch spielerische Grenzüberschreitungen, durch Verwandlung, können wir uns und andere besser erkennen. Der Spieltrieb, der jedem Menschen eigen und ein unverzichtbares „Lebensmittel“ ist, wird geweckt, gestärkt und erlebbar gemacht. Auch im Stadttheater möchten wir das Theater erfahrbar machen: Mit Kindern, mit Jugendlichen, mit Erwachsenen – mit jedem, der Lust hat selbst zu erfahren, dass man im Theater alles sein kann! Dass man im geschützten Raum alles ausprobieren kann. Dass man sich und anderen neu begegnen kann. Dass man Herausforderungen gemeinsam meistern kann. Dass man groß sein kann. Dass man etwas zu erzählen hat. Dass man wichtig ist. Dass man gehört wird. Das alles kann Theater. -
Unsere Workshopangebote
Fr., 21.01.2011, 19 - 21 UhrWie kann man Geschichten in Tanz verwandeln, ohne dass es gleich eine komplizierte Choreografie sein muss? Welche Impulse können vom Tanz für die Erzählung ausgehen? Wie können Tanz und Erzählung aufeinander reagieren? Eine Form der Bewegung, die genau auf diese Fragen abzielt, ist die Kontaktimprovisation. Die Ausübenden versuchen, alle Möglichkeiten zu erforschen, gegenseitig das Gewicht abzugeben und an- und übereinander zu rollen, zu klettern und zu schwingen. Dabei können poetische Bilder entstehen. Die Grundlagen der Kontaktimprovisation möchte dieser Einführungsworkshop vermitteln. Ein Aufbauworkshop soll in der nächsten Spielzeit stattfinden.
Fr., 04.02.2011, 17 - 21 UhrPflichtlektüre macht nicht immer Spaß und mancher tut sich schwer, wenn es darum geht, Interesse für die vorgegebenen Werke zu entwickeln. Durch theaterpädagogische Methoden versuchen wir, uns die Thematik dieses Klassikers zu eröffnen und überlegen gemeinsam, wie Spielräume gestaltet werden können, in denen literarische Figuren spielerisch entdeckt und reflektiert werden.
Do., 31.03.2011, 17 - 21 UhrIn performativen Formen des Theaters gibt es häufig kein im Vorhinein festgelegtes Stück mit eingeprobten Szenen. Die Spieler/Performer entwickeln vielmehr das Spiel und die Geschehnisse im Kontakt mit dem Publikum live. Wir werden untersuchen, wie wir auf Grundlage besonderer Vereinbarungen und einer offenen Rollenbiografie improvisieren und den Umgang mit dem Unerwarteten üben. Eine besondere Bedeutung bekommt dabei der Versuch, die konventionelle Rolle der Zuschauer in dem Sinne zu verändern, dass diese nicht nur Teil des Geschehens werden, sondern es beeinflussen und mitgestalten. Durch den Kontakt mit dem Publikum können sich dem Spieler/Performer Fragen stellen, die über den Rahmen einer konventionellen theatralen Rollenarbeit hinausgehen. Die Figur lernt sich erst im Laufe der Performance kennen, und die Spielenden begegnen über diesen Prozess sich selbst und den Anderen. In der Anwendung beispielsweise in der Schule, in der Jugend- und Beratungsarbeit oder in der politischen Bildung kann ein solcher Ansatz je nach Zielgruppe einen spielerischen Zugang z.B. zu einer anderen Kultur, einer Epoche, einer bestimmten Problematik erlauben, der über das kognitive Verstehen hinaus die Sinne und das Gefühl anspricht.
-
Heimspiel:
Im Theater sind nur alle alt und grau? Ab jetzt nicht mehr! Denn hier kommt der Jugenclub t3. Beginnend mit dem 10.11.2010 soll es für junge Menschen am Stadttheater Minden eine Plattform geben, sich die Bretter, die die Welt bedeuten „spielend“ zu erobern. Dazu gründen Andrea Krauledat und Viola Schneider den ersten Jugendclub des Stadttheaters Minden, der bislang in Anspielung auf die Adresse des Theaters unter dem Arbeitstitel „T3“ läuft. Doch was erwartet die teilnehmenden Jugendlichen?
Zunächst einmal natürlich das Theaterspielen in einem „richtigen“ Theater, fern ab von Schule und Notendruck unter möglichst professionellen Bedingungen. Nach einer ca. vierwöchigen Schnupperphase entscheidet sich, wer festes Mitglied der neuen Gruppe sein möchte. Am Beginn der Arbeit im Jugendclub T3 stehen Spiele und Übungen zur Sensibilisierung, zum Wecken der Spielfreude, zur Improvisation und zur darstellerischen Arbeit mit Körper und Stimme.
Später wird eine Inszenierung erarbeitet, die schlussendlich im Theater präsentiert werden soll. Sowohl eine Eigenproduktion als auch die Arbeit an einer festen Vorlage sind dabei möglich. Unter der Leitung der Theaterpädagogin Viola Schneider durchlaufen die Mitglieder des Jugendclubs die vielfältigen und spannenden Schritte einer Ensemble- Theaterarbeit von der Materialsammlung bis hin zur Premiere, arbeiten in einer Dramaturgie-Gruppe auch theoretisch und kreativ schreibend an der Produktion, wirken bei der Entstehung eines Flyers, des Plakats und des Programmhefts mit und besuchen Inszenierungen im Stadttheater.
Dazu werden noch spielbegeisterte Schauspielanwärter gesucht.
Das erste Treffen findet am 10.11.2010 von 17 - 20 Uhr
im Cafe des Stadttheaters statt.