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Theatercard-Besitzer können sich Plätze als Erste sichern
VON URSULA KOCH Minden (mt). "Von der Krise haben wir bislang nichts gespürt", sagt Mindens scheidender Theaterleiter Bertram Schulte. Im vergangenen Jahr habe das Haus wegen der Einführung der Theatercard und der Wagner-Oper sogar einen ausgesprochenen Nachfrageboom erlebt.
Demgegenüber sei jetzt nach Ablauf der persönlichen Abo-Einschreibungen ein leichter Rückgang festzustellen. Allerdings könnten bis zum 6. September noch Abos bei Express-Tickets, über die Homepage des Theaters (www.stadttheater-minden.de) und per Postkarte, die dem Theater-Magazin beiliegt, gebucht werden, betont Schulte.
Er wirbt erneut für die Theatercard, die für zehn Euro einen Rabatt von 25 Prozent auf jede gekaufte Eintrittskarte gewährt. "Theatercard-Besitzer können sich außerdem ihre Wunsch-Veranstaltung bereits ab dem 6. September sichern, bevor am 9. September der Verkauf der Einzelkarten startet", weist Schulte auf einen weiteren Vorteil hin.
Dass sich die Karte rechnet, das haben mittlerweile mehr als 750 Theaterfans erkannt. Der Zeitvorsprung gegenüber dem Einzelverkauf dürfte in der kommenden Saison vor allem für Kabarettfreunde interessant sein. Denn die Kabarett-Tage beispielsweise können nicht als Abo gebucht werden - da sind also noch alle Platzkategorien frei und in den vergangenen Jahren waren zahlreiche Auftritte sehr schnell ausverkauft. Auch in der ersten März-Woche 2011 sind da wieder einige Glanzlichter dabei: Wilfried Schmickler etwa oder das Düsseldorfer Kom(m)ödchen, Götz Alsmann, Stichlings-Preisträger Bodo Wartke, Frank Goosen die Band Alea und das Trio Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther.
Außerhalb der Kabarett-Tage sind noch zweimal Kabarettisten in der Kategorie Sonderveranstaltungen vertreten: Hans Scheibner, der mit "Wer nimmt Oma" Satirisches zur Weihnachtszeit beisteuert und Georg Schramm, der mit seinem Programm "Komm, lass die Sterne - Mars regiert die Stunde" auftritt.
Moderner Tanz ist zwei Mal vertreten
In den Sonderveranstaltungen wird neben Kabarett noch eine Menge mehr geboten: Die A-cappella-Truppe "Maybebop" steht ebenso wieder auf der Bühne wie der Schauspieler Bernd Lafrenz mit seinem Shakespeare-Solo "Der Sturm" oder eine Schlagerrevue der 70er Jahre unter dem Titel "Musik ist Trumpf", moderner Tanz aus den USA mit der Kompanie "Giordano Jazz Dance Chicago" sowie dem Odysseydie Dance Theatre, das "Romeo und Julia Today" aufführt und dazu die WDR-Radioshow "Schlag auf Schlag".
Unter den Abos ist nach wie vor die Reihe C am stärksten gefragt. Die meisten freien Plätze gibt es noch in der Reihe F. Die Zahl der Abonnenten für die Sinfoniekonzerte der Nordwestdeutschen-Philharmonie sei trotz der Verlegung von der Stadthalle ins Stadttheater "erfreulich konstant", berichtet Schulte.© Mindener Tageblatt 17.7.2010 Texte und Fotos aus dem Mindener Tageblatt und/oder www.mt-online.de sind urheberrechtlich geschützt. Ihre Weiterverwendung ist nur mit Genehmigung der Chefredaktion gestattet.

