Programm - Details


  • Termin(e):
    Dienstag, 21. März 2017, 19:30 Uhr (Einführung)
    Dienstag, 21. März 2017, 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr (Abo B, TC25)

    Kurzbeschreibung:
    Schauspiel von Arthur Miller mit Henry Arnold, Steffen Gräbner, Frank Jordan, Jasmin Wagner, Isabella Vértes-Schütter
    Produktion: Ernst Deutsch Theater, Hamburg

    Brooklyn, 1938: Sylvia Gellburg lebt ein unauffälliges Leben an der Seite ihres erfolgreichen Mannes Phillip. Die amerikanische Jüdin ist von einer geheimnisvollen Lähmung der Beine befallen, für die es keinen körperlichen Befund gibt. Doktor Harry Hyman, der von Sylvias Mann hinzugezogen wird, versucht die Ursache für die Paralyse zu ergründen. Liegt sie, wie Phillip annimmt, in der Besessenheit seiner Frau mit den Schrecken der Berliner Kristallnacht begründet? Oder steht sie im Zusammenhang mit seiner eigenen zwiespältigen Haltung zum Judentum und mit der sexlosen und bitteren Ehe, die das Paar seit 20 Jahren führt? Dr. Hyman forscht weiter. Was er da entdeckt, ist überraschend: Der Konflikt mit dem Ehemann, Phillips Minderwertigkeitsgefühle aufgrund seiner jüdischen Herkunft, kommt ebenso ans Licht wie der Versuch, sich gesellschaftlich anzupassen. Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, Vernachlässigung, Verletzungen und unerfüllte Wünsche – vieles an Lebensfreude ist zu Bruch gegangen. So werden am Ende nicht nur private Schäden offenbar. „Scherben“ sind das, was übrig bleibt, wenn ein Lebensentwurf zusammenfällt. Oft fängt alles mit einem scheinbar kleinen Splitter an.

    Arthur Miller gilt als der wichtigste Dramatiker der USA. In seinem letztem Meisterwerk „Scherben“ beschreibt er die Angst, in der Gesellschaft nicht bestehen zu können und die Auswirkungen der Verdrängung der eigenen Identität.

    Große Theaterstoffe sind aus verdrängten Gefühlen gestrickt. Arthur Millers Stück „Scherben“ ist solch ein Stück. Yves Jansens Inszenierung konzentriert sich auf Andeutungen, arbeitet mit einem skelettierten Bühnenbild und fokussiert ganz auf die komplexe Psychologie der Figuren. Hamburger Abendblatt

    weitere Informationen

    Ernst Deutsch Theater, Hamburg

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